Strato4K


Bericht zum erfolgreichen Projekt

Heute war der große Tag endlich gekommen. Nachdem wir um 6 Uhr aufgestanden waren, begannen wir mit den Vorbereitungen: Wir stellten Pavillons auf, trugen Getränke nach draußen, stellten Tische und Bänke auf, sorgten für Musik und noch vieles weiteres. Gegen 10 Uhr kamen die ersten Gäste und als die Meisten angekommen waren, begannen wir mit den Vorbereitungen für den Ballonstart. Wir füllten also den Ballon mit Helium, positionierten die Kameras im Garten, damit wir auch vom Boden aus den Start des Ballons filmen konnten und bereiteten den Fallschirm und die Sonde vor. Die Füllung dauerte ca. 1,5 Stunden. Nachdem der Ballon dann um 12 gestartet war, fuhren wir dann zusammen mit einem Kamerateam des Bayrischen Rundfunks in die vorher berechnete Richtung. In der Nähe von Kulmbach sind wir dann auf einen Parkplatz gefahren und haben dort auf ein erstes Signal des GPS-Trackers gewartet. Dann endlich, nach über einer Stunde bangen Wartens, hatten wir ein mehrfach bestätigtes Signal des Trackers nahe der deutsch-tschechischen Grenze. Das Fernsehteam und wir sind natürlich sofort hingefahren. Vor Ort haben wir dann für den Fernsehbericht gedreht und nach der Sonde gesucht. Nur irgendwie fanden wir das sch*** Teil nicht. Handyempfang hatten wir nicht, weil wir mittlerer Weile im tschechischen Netz waren. Was tun??? Wir waren genau an jenem Ort, der uns 5mal vom Tracker gemeldet worden war. Dann hat der Reporter vom Fernsehen unseren Tracker angerufen. Und plötzlich hat dieser seinen Standort geändert. Ein etwa 20 Kilometer Luftlinie entfernter Ort mitten im tschechischen Nirgendwo war nun also unser neues Ziel. Doch diese 20 Kilometer hätte man wahrscheinlich schneller laufen, als mit dem Auto fahren können. Es ging nun von einem Wald nahe Neualbenreuth ins Nichts in die Nähe von Kladská in Tschechien. Der Weg führte ca. 1,5 Stunden über total löchrige Straßen, auf denen man wahrscheinlich nicht mal fahren durfte. Aber wir konnten den tschechischen Anhang auf der Vollscheibe nicht lesen. Egal! Wir alle waren also mitten im Nichts (Originalaussage Moritz: „Am Arsch der Welt…“) und suchten nach einem abgeschiedenen Wald. Langsam fingen wir an, alles abzuschreiben. Endlich angekommen, dachten wir uns, als wir nur noch 300 Meter entfernt vom GPS Tracker waren: „Juhuu!“. Das Fernsehteam und wir suchten unter Hochspannung, fanden aber erst einmal nichts. Der Kameramann meinte: "Sieht nach Überstunden aus". Doch dann kam ein Schrei von Tim: "Da ist sie!" Alle rannten hin und freuten sich. Der puren Freude folgte die ernüchternde Erkenntnis: Die Sonde hing in einem Baum in 20 Metern Höhe!!! Kletterausrüstung hatten wir zwar dabei, aber nicht für Bäume, bei denen die Äste erst in 17 Metern Höhe anfangen. Also war Kreativität gefragt. Aber wen soll  man denn schon um diese Uhrzeit (ca. 18:30 Uhr) in Tschechien bekommen, der auf den Baum klettert und die Sonde herunterholt? Deshalb vereinbarten wir mit dem Fernseh-Team, den Dreh zu beenden. Es wurde noch eine Schlussszene gedreht und wir wollten uns auf den Heimweg machen, jedoch nicht ohne vorher einen Mann, der in der Nähe des Waldstückes wohnte und gerade seine Enten fütterte, zu  fragen. Der Leiter vom Fernsehteam hat also mit dem Tschechen gesprochen, der einigermaßen gut Deutsch verstand. Er hat sich zwar als jemand herausgestellt, der irgendwas mit dem Wald zu tun hatte, jedoch kannte auch er keinen Baumkletterer. Trotzdem wollte er sich den „Tatort“ nochmals mit uns ansehen. Währenddessen machte sich das Fernsehteam auf den Weg nach Deutschland, ein großer Fehler wie sich herausstellte! Der Tscheche schaute sich die Sonde im Baum an und meinte dann wortwörtlich: "Nehmen Säge, sägen Baum um". Zum Glück hatten wir unsere eigenen Kameras dabei und übernahmen jetzt die Arbeit des Kameramannes. Wir konnten es fast nicht glauben: 15 Minuten später lag der Baum am Boden und wir hatten unsere Sonde unbeschädigt in der Hand. Leider stand uns noch die Heimfahrt bevor, für welche uns das Navi 4 Stunden voraussagte!!! Alle fielen kaputt ins Auto und schliefen sofort ein, nur Lukas musste durchhalten und fahren. Als wir dann gegen Mitternacht wieder zu Hause ankamen, waren wir alle total erschöpft und extrem müde. Trotzdem haben wir uns noch vor den PC gesetzt und unser Videomaterial überprüft. Wir stellten fest, dass alle drei Rollei Kameras, die in Full-HD aufnahmen, den gesamten Flug gefilmt hatten. Die GoPro (4K-Kamera) hingegen, hörte, aus bisher ungeklärter Ursache, nach 20 Minuten mit der Filmaufnahme auf. Eine weitere kleine Enttäuschung war, dass der Datenlogger keine Daten ausgab. Dieser wurde anscheinend beschädigt. Trotzdem waren wir unglaublich froh, dass wir die Sonde nach dem Flug in die Stratosphäre überhaupt wiederfanden und auswertbare Bilder bekamen.


neuste landevorhersage 

Unsere neusten Berechnungen ergeben, dass die Sonde westlich von Kulmbach landen wird. Mit Hilfe von diesem Programm werden wir den ungefähren Landeplatz der Sonde eingrenzen, um während der Flugzeit schon in Richtung Landeplatz fahren zu können.

(Stand: 13.07.15)


Neuste Infos !!

Wir haben uns nun an die Arbeit gemacht, die Freigaben für den Start des Wetterballons zu bekommen. Dafür mussten wir beim Norbayrischen Luftfahrtbundesamt eine Genehmigung einholen. Auch die Stadt Baiersdorf musste für diese Genehmigung ihr OK geben. Zudem wurde das Event bei der Polizei angemeldet, so dass es keinerlei Probleme mit eventuellen Beschwerden am Starttag geben kann. Nun haben wir noch den Antrag bei der deutschen Flugsicherung eingereicht und warten auf deren Einverständnis.


Zugleich sind wir momentan am Abklären ob unsere Haushaltsversicherung einen eventuell entstehenden Schaden eines Dritten, bei einem Crash der Sonde, decken würde oder ob wir eine eigene Luftfahrtversicherung abschließen müssen. Außerdem haben wir nun die Sonde mit den vorgesehen Löchern für die Kameras ausgestattet und die Blenden für die einzelnen Kameralinsen zugeschnitten. Bilder dazu findest du auf unserer Website unter dem Unterpunkt Umsetzung ! Auch unter dem Punkt Equipment findest du nun neuste Bilder von uns gemacht.


In Kürze werden wir die Sonde einem Kältetest in einer Industrie-Tiefkühltruhe unterziehen. Dabei wird sich zeigen, ob Temperaturen von -30 Grad ein Problem für die Elektronik darstellen.


Wir haben nun auch die Batterypacks für unsere Stromversorgung fertig gelötet und können nun die Kameras über mehrere Stunden ohne Probleme Aufnehmen lassen.


Beim Start wollen wir unsere Sonde noch mit Goldfolie verkleiden. Nicht nur das Aussehen wird dadurch verbessert es hat auch einen Sinn. Die Goldfolie nimmt die Sonneneinstrahlung auf und wärmt die Sonde während des gesamten Aufstieges. Jedoch müssen wir bei den bevorstehenden Kältetests noch herausfinden, ob dies wirklich notwendig ist, da die Kameras bei der Aufnahme auch genügend Hitze erzeugen.


Nachdem unser Projekt erfolgreich finanziert wurde, kann nun mit der Umsetzung begonnen werden. Hier findet ihr nun immer das aktuellste zum Projekt!


Strato4K Logo
Strato4K Logo

Dies ist unser neustes Projekt und wird, wenn alles nach Plan verläuft, im Sommer 2015 starten. Wie der Name schon vermuten lässt handelt es sich hierbei um ein Projekt, dass in der Stratosphäre stattfindet und dort atemberaubende Bilder + Daten sammeln soll. Die Erweiterung 4K steht hierbei für die Auflösung der Hauptkamera. Ja ihr habt richtig verstanden. Dieser Stratosphärenflug wird der erste, der mit einer Auflösung von 4K (vierfache Full-HD Auflösung) gefilmt wird. Nun wird sich manch einer die Frage stellen: "Und wie kommt ihr in die Stratosphäre?"

 

Ganz einfach: Wir bauen eine Sonde. Diese besteht aus Styropor und ist quadratisch. Im inneren befindet sich die Elektronik. Also mehrere Kameras (unter anderem die 4K Kamera) und die Messtechnik, welche den barometrischen Druck, die Temperatur die Steiggeschwindigkeit, den GPS Standort und die Zeit aufzeichnet. Unter anderem befindet sich auch ein GPS Ortungsgerät in der Sonde. Dieses hilft uns das Equipment nach erfolgreicher Mission wieder zu finden. Die Sonde hängt an einer langen Schnur, die zu einem Fallschirm führt. Dieser wiederum ist ebenfalls durch eine lange Schnur mit einem amerikanischen Wetterballon verbunden, der unsere Sonde auf eine Höhe von  etwa 35000 Meter befördert. 

 

Während des gesamten Fluges werden mehrere Kameras laufen und euch aus verschiedenen Perspektiven den Aufstieg und die atemberaubende Aussicht auf unsere Erde zeigen. 

 

Für dieses große Projekt benötigt man natürlich auch das nötige Kleingeld und daher brauchen wir eure Unterstützung. Für jeden, der uns dabei unter die Arme greift gibt es eine angemessene Belohnung.

 

Wenn du also eine Weltpremiere sehen willst, würden wir uns sehr freuen wenn du uns unterstützt !

 

Hier gehts zum benötigten Equipment für die Mission

 


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